Traumatherapie

Das Wort Trauma ist heute in aller Munde!
In meinem Alltag erlebe ich oft, dass Menschen darüber sprechen, dass etwas traumatisierend oder traumatisch war, aber meist ist damit nicht gemeint, was ich für meine Arbeit als behandlungsbedürftiges Trauma betrachte. 
Hier auf meiner Webseite kann ich nur eine eigentlich unzulässig vereinfachte Darstellung als Idee oder Perspektive aufzeigen um Ihnen eine gewisse Vorstellung zu geben worum es geht. 
Das traumatisierenden Ereignis oder Lebenssituation liegt (meist) in der Vergangenheit. Daran kann keine Therapie was ändern. 
Aber wenn eine Traumatisierung stattgefunden hat, dann zeigt sich das im heutigen Leben. Leider lässt sich dies nicht wie in einer Laboranalyse exakt festnageln. In der therapeutischen Arbeit gehen wir auf Forschungsreise und schauen gemeinsam welche Aspekte des Lebens, die im Moment oder schon lange nicht rund laufen, vielleicht sogenannte Traumafolgestörungen sind. Diese Auswirkungen des Trauma’s, die Folgestörungen, weisen uns den Weg für die gemeinsame Arbeit. Manchmal erschließen sich dabei Zusammenhänge aus der Vergangenheit, manchmal nicht. Ein Trauma muss nicht bewusst erinnert werden um damit zu arbeiten. Aber der Körper, die Seele und das Leben erinnern sich sehr wohl und zeigen entsprechende Symptome oder Verhaltensweisen. 
Unsere Körper und unser ganzes Sein sind ein Wunderwerk und haben all die Jahre nach dem Trauma oder der schwierigen Lebenssituation, alles daran gesetzt, dass wir trotzdem ‘durchs Leben kommen’, sonst wären wir heute nicht hier. Heute zeigt sich diese Bewältigungsstrategie womöglich in Symptomen, weil sie uns viel gekostet hat. 
An dieser Stelle setzt meine Form körperorientierte Traumatherapie an. 
Wenn ich jetzt eine Liste an möglichen Symptomen und Auswirkungen von Traumatisierungen schreibe, dann denken Sie evtl. dass diese eine große Anzahl von Menschen betrifft. Und das ist richtig. Zum einen, weil viel mehr Menschen von Traumafolgestörungen betroffen sind als angenommen wird und zum anderen weil eine solide Differenzialdiagnostik erforderlich ist, da diese Symptome natürlich auch anders entstehen können. 


- chronische Schmerzen, komplexe Schmerzsyndrome, Rheuma, Fibromyalgie
- Herz-Kreislauf-Symptome wie erhöhter Blutdruck, Schlaganfall 
- Über/Untergewicht, Diabetes Typ2, Essstörungen 
- Verdauungsstörungen
- Autoimmunerkrankungen
- neurologische Ausfallerscheinungen, Empfindungsstörungen
- chronische Erschöpfung, Burn out, Überarbeitung, Migräne
- chronische innere Unruhe, Ängste, Gedankenkreisen 
- manische / depressive Phasen
- Perspekitv- oder Hoffnungslosigkeit, Gefühl der Hilflosigkeit
- mangelnde Anpassungsfähigkeit / übermäßige Anpassung 
- vermindertes Selbstwertgefühl, Selbstabwertung, Selbstablehnung, Härte gegen sich selbst
- offene Fragestellungen zu Identität, Selbstbild, Weltbild
- wiederkehrende Schwierigkeiten in Paarbeziehungen
- wiederkehrende Schwierigkeiten mit anderen Personengruppen
- Fragestellungen aus dem Bereich der Geschlechter und Sexualität 
- Schwierigkeiten mit Menschenmengen, Geräuschen, Gerüchen usw. 
- Flashbacks 
- Schlafstörungen
- Schwierigkeiten mit angemessenen Reaktionen auf Alltagsereignisse
- Schwierigkeiten im Alltag zur Ruhe zu kommen, angemessene Pause zu machen
- Schwierigkeiten zu genießen oder sich angemessenes zu gönnen
- Schwierigkeiten die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen
- das Leben mit Abstand, wie durch eine Scheibe wahrzunehmen
- übermäßige Emotionen oder Emotionslosigkeit, verminderte Empathie
- … so wie ganz individuelle Symptome, die sich nicht klassifizieren lassen

Meine Arbeit hat oft einen sogenannten edukativen Anteil. Das heißt, dass wir darüber sprechen wie das Nervensystem funktioniert, wie die Folgestörungen entstehen, was Bindungsstörungen sind usw. 
Es ist eine spannende gemeinsame Reise mit Höhen und Tiefen, auf der Sie viele Zusammenhänge erkennen werden und womöglich eine neue Sichtweise auf sich selber und ihre Symptome erfahren. 
Eine gute Traumatherapie ist aus meiner Sicht sehr persönlich, individuell, langsam, behutsam, wohl dosiert, anerkennend, wohlwollend und braucht Zeit. 
Wo es angebracht ist schätze ich eine begleitende medikamentöse Unterstützung sehr. 

In den ersten Terminen finden Sie erstmal ganz in Ruhe raus, ob ich die richtige Therapeutin für Sie bin und ob Sie mit mir auf diese Forschungsreise gehen möchten. Sie gehen keine zwischenmenschlichen Verpflichtungen ein und es ist 100% ok, zu dem Schluss zu kommen, dass ich nicht die Richtige bin oder das es nicht der richtige Zeitpunkt ist so eine wesentliche Arbeit anzugehen. 


Ablauf eines Termins

Gerne würde ich Ihnen hier etwas Orientierung mitgeben, damit Sie sich eine Vorstellung machen können. Aber leider gibt es keinen Standardablauf für einen Termin, da Traumatherapie individuell und an jeden Menschen und die Bedürfnisse angepasst ist. 
Vielleicht kann ich aber sagen, was es nicht ist: 
Sie müssen nicht Ihre gesamte Kindheitsgeschichte erzählen, Sie müssen nicht alte Dinge nochmal durchleben, Sie brauchen sich nicht überlegen, was die 'richtigen' Antworten sind.
Nach einer Zeit des Kennenlernen's und wachsendem Sicherheitsgefühl miteinander, werden wir gemeinsam erforschen wo und wie Ihr Leben von Traumafolgestörungen beeinträchtigt ist und wie wir mehr Stabilität in die Situation bringen können. 

Übungen

Ich werde sehr oft gefragt, was Klienten zwischen den Terminen selber tun können. 
Diesen Wunsch kann ich sehr gut nachvollziehen, aber leider ist die Antwort nicht so gradlinig. 
Sie werden von mir keine todo-Liste oder Aktionsplan bekommen. 
Trotzdem habe ich natürlich ein Repertoire an kleinen Übungen, die die Wahrnehmung schulen, das individuelle Sicherheitsgefühl stärken oder eine beruhigende/stimulierende Wirkung haben. Was davon für Sie passt und ob es der richtige Zeitpunkt ist, das werden wir zusammen erforschen. 

Kosten


Derzeit nehme ich für einen Termin wie oben beschrieben 80 Euro. 
Gesetzlich Versicherte zahlen diesen Betrag privat und bekommen von mir per Mail eine Rechnung, die sie bei der Steuer als Gesundheitskosten absetzen können. Desweiteren beteilige ich mich bei gesetzlich Versicherten mit 10 Euro am Rechnungsbetrag, so dass eine Zahlung von 70 Euro verbleibt. 

Privat Versichte oder Klienten mit Zusatzversicherungen bekommen eine Rechnung nach Gebührenordnung, die sie bei Ihrer Krankenkasse/Versicherung einreichen und bekommen einen Teilbetrag oder manchmal auch den Gesamtbetrag erstattet. Bitte informieren Sie sich vorab bei Ihrer Versicherung wie sich die Kostenübernahme gestaltet. 
Barzahlungen sind für mich eine Arbeitserleichterung, sie können den jeweiligen Betrag aber auch überweisen.